Gestern war es mal wieder so weit – Element of Crime gaben sich im Alten Schlachthof die Ehre.
Eines gleich vorweg – es war wirklich unfassbar großartig. Licht und Sound waren vom allerfeinsten (kein Sound-Brei, sonder fein aufgelöste Instrumente) und auch die Stimmung war unglaublich. Auffällig war, dass der Altersdurchschnitt bei diesem Konzert gefühlt viel höher war als bei den vorherigen Konzerten.
Es war zu merken, dass EoC mit den letzten beiden Alben die Fangemeinde ordentlich erweitert hat – der Schlachthof war voll.
Neue Songs, alte Songs – es ging quer durch das reiche Repertoire der Männer um Sven Regener. Ich war besonders von der sehr gelungenen Neuinterpretation einiger alter Songs (zB. Damals hinterm Mond) überrascht.
Absolutes Highlight war es, mal wieder “Vier Stunden vor Elbe 1″ live zu hören und zu sehen. Eine dunkle, nur von fünf von der Decke hängenden, flackernden Glühbirnen beleuchtete Bühne, eine seufzende Mundharmonika, ein absolut stilles Publikum … der emotionale Höhepunkt des Konzertes. Da hatten doch einige um mich herum sehr feuchte Augen.
>> Vier Jahre nach ihrem Album “Mittelpunkt Der Welt” veröffentlichen Element of Crime am 18. September 2009 ihr neues Werk “Immer Da Wo Du Bist Bin Ich Nie”. Nach 22 Jahren Bandgeschichte ist dies das zwölfte Album. Gefolgt wird die Veröffentlichung von einer ausgedehnten Tour Anfang 2010. Noch im Juli (bzw. Anfang August) 2009 erscheint die gleichnamige Single “Immer Da Wo Du Bist Bin Ich Nie”. <<
>> “Wieder ist die Band mit dem neuen Werk da, wo man sie gerade nicht vermutet. Wenngleich auch dieses Album die unverwechselbare Handschrift von Element Of Crime trägt und jedes Lied dem, der die Band kennt, zugleich neu wie auch vertraut vorkommt, so hat es doch einige Eigenheiten, die wir so nicht erwartet hätten: eine folkige Frische, die einem die Ohren freibläst. Eine herbe Schönheit, die ein bisschen auf die Frühphase der Band verweist – auf die englischsprachigen 80iger Jahre, als man sie in aller Hilflosigkeit wahlweise (und wahllos) mit Velvet Underground, Bo Diddley oder Bob Dylan verglich.” <<
Ich war eben mal an der Konzertkasse und hab sicherheitshalber schon mal zwei Karten für das Konzert in Dresden geholt. Lustigerweise war die Dame am Schalter ganz überrascht und meinte, dass Sie auch gleich mal Karten ordern müßte.
Nun bin ich sehr gespannt auf das neue Album im Herbst (passender hätte der Zeitpunkt wohl nicht gewählt werden können.) – live sind die “alten Herren” sowieso immer fantastisch.
Am 21. November ist es mal wieder soweit – Sven Regener ist in Dresden und liest aus seinem neuen Werk “Kleiner Bruder”.
Frauchen und ich haben schon die letzten Lesung, die der Meister ebenfalls im Schlachthof abhielt. Es war wirklich sehr unterhaltsam und sehr interessant Herrn Regner mal nicht singen zu sehen. Ich freue ich mich jetzt schon auf diesen Abend.
PS: Bis zum nächsten Album der der Band dauert es wohl noch ein bisschen (man munkelt 2009). Allerdings haben die Herren zum neuen Film von Leander Haussmann - Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe – den Soundtrack geschrieben.Auf der offiziellen Webseite des Films kann man mal reinhören und hier kann man den Soundtrack kaufen. Viel Spaß!